Max/Elsa WEINSTEIN
Max Weinstein wurde am 19.8.1879 in Wien geboren und war von Beruf Handelsangestellter. Nach eigenen Angaben war Max Weinstein Angestellter der Israelitischen Kultusgemeinde. (1)

Er lebte seit 1934 in der Großen Stadtgutgasse 34 (Straßentrakt/vormals Tür 2), gemeinsam mit seiner Gattin Elsa, geb. Tintner, geb. 31.7.1882 in Wiener Neustadt, und der Tochter Edith, geb. 19.11.1919.

Zuvor war diese Wohnung seit 1911 Sitz des 1880 gegründeten „Leopoldstädter Krankenunterstützungsverein ‚Nächstenliebe’“, der seinen (jüdischen) Mitgliedern im Falle der Krankheit kostenlose ärztliche Behandlung und Taggeld bot. (2)

Edith Weinstein hat im August 1938 die elterliche Wohnung wegen Verehelichung verlassen.

Max und Elsa Weinstein wurden Anfang Oktober 1938 aus ihrer Wohnung vertrieben und mussten in einer Sammelwohnung in der Glockengasse 8a Unterschlupf finden.

Beide wurden - wie 800 andere Angestellte der Israelitischen Kultusgemeinde mit ihren Angehörigen - in den vorletzten Großtransport vom 1.10.1942 nach Theresienstadt eingewiesen. Und von dort - zusammen mit Theodor Otto Engel - in einem der letzten Transporte am 23.10.1944 nach Auschwitz überstellt und ermordet.

Wie ein Gedenkblatt in der Datenbank der Shoah-Opfer von Yad Vashem, belegt, hat Edith Weinstein den Holocaust überlebt.



Anmerkungen:
(1)Vermögenserklärung 1938 im ÖStA/AdR.
(2)Vereinsakt im WrStLA.

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